Der Gemeindevorstand hat beschlossen, dass zum Ausbau und zur Verbesserung der Breitbandversorgung im OT Lang-Göns ein Ausschreibungsverfahren durchgeführt wird. Hierbei soll der gesamte Ort mit einer Bandbreite von 25 bis max. 50 Mbit/s. versorgt werden.

Zur Deckung einer erwarteten Finanzierungslücke von bis zu 500.000 € soll ein anteiliger Bürgerbeitrag in Höhe von 120.000 € eingeworben werden. Der Restbetrag soll über eine Kreditaufnahme im Haushalt der Gemeinde Langgöns gedeckt werden.

Wir bitten hiermit die Lang-Gönser Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende sich analog der OT Cleeberg und Espa an dem Bürgerbeitrag zu beteiligen. Erwartet wird ein Mindestbeitrag in Höhe von 100,00 € pro Einzahler bis spätestens 15. Januar 2012.

Bei der Gemeindekasse stehen folgende Kontoverbindungen zur Verfügung:

Sparkasse Gießen Bankleitzahl: 513 500 25 Konto: 244003203
Verwendungszweck: Verwahrgeld-Sonderkonto
Breitband Lang-Göns 48610004

Volksbank Mittelhessen Bankleitzahl: 513 900 00 Konto: 15741201
Verwendungszweck: Verwahrgeld-Sonderkonto
Breitband Lang-Göns 48610004

Vorbereitete Überweisungsträger sind bei den genannten Banken und im Rathaus verfügbar. Darüber hinaus sind sie auch bei den Mitgliedern des Ortsbeirates, den drei Apotheken und optik baldus, Am Mühlberg 5 erhältlich.

Die eingezahlten Gelder werden auf dem Sonderkonto treuhänderisch hinterlegt und zweck-gebunden für die erforderlichen Maßnahmen zur Verbesserung der Breitbandversorgung in Lang-Göns verwandt. Sollte der Ausbaubeginn nicht bis spätestens 01. Oktober 2012 erfolgt sein, werden die eingezahlten Beträge zurück überwiesen.

Ihre Unterstützung ist ein wesentlicher Beitrag zur Sicherung eines erfolgreichen Projektver-laufes und zur Verbesserung der Infrastruktur im OT Lang – Göns.

Horst Röhrig                               Dr. Diedrich Steffens                                        Stefan Baldus
Bürgermeister                                   Ortsvorsteher                                              Bitte mehr Bit

Langgöns: „Wenn Frau Tromsdorf mit “unglaublichen Auftritt” meinen Redebeitrag zum Thema”Älter werden in Langgöns” meint, in dem ich Bürgermeister Horst Röhrig (SPD) mangelnde soziale und emotionale Kompetenz vorwerfe, denn werde ich mich dafür natürlich ausdrücklich nicht entschuldigen. Denn es handelt sich hier weder um Beleidigungen, noch um Diffamierung sondern um Tatsachen, die ich aufgrund eigener Wahrnehmung und Erfahrungen im Umgang mit Horst Röhrig gemacht habe und die mir immer wieder von unterschiedlichsten Seiten bestätigt werden”. So reagiert die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Fraktionsgemeinschaft aus CDU/FDP, Barbara Fandré, auf die Forderung der SPD-Sprecherin, Kristine Tromsdorf, sie solle sich bei Bürgermeister Röhrig wegen “beleidigender Angriffe” öffentlich entschuldigen.

Tatsache sei bedauerlicher Weise auch, dass der Bürgermeister ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement auf diesem Gebiet nicht nur nicht unterstützt und fördert, sondern das Gegenteil sei der Fall. “So jedenfalls erlebe ich die ehrenamtliche Arbeit in Langgöns”, berichtet die liberale Kommunalpolitikerin in einer Pressemitteilung. Nicht umsonst bringe die Koalition aus CDU/FDP und Bündnis 90/Die Grünen in der nächsten Gemeindevertretersitzung einen Antrag, der auf die aktive und gezielte Unterstützung des Ehrenamtes in Langgöns abziele ein. “Wir beantragen eigentlich eine Selbstverständlichkeit!”

Besonders im Hinblick auf die von Röhrig ihr gegenüber gemachte Äußerung, „Was Ehrenamtliche sich ausdenken, sollen sie gefälligst auch umsetzen“, lehne sie Diskussionsrunden, wie von der SPD in ihrem Antrag “Älter werden in Langgöns” gefordert, ab. Die Koalition und der Ortsverband der FDP habe sich mit ihren Anträgen zudem schon lange mit diesem Thema befasst und sich dabei eng an den Vorschlägen des Altenhilfeplanes orientiert, während die Sozialdemokraten sich Jahre lang allein dadurch ausgezeichnet hätten, durch Trittbrettfahrerei ihre eigene Ideenlosigkeit zu überspielen. Es sei außerdem eine Sache, ob es im Gemeindeparlament eine breite Zustimmung zu einem Projekt gäbe. Eine andere Sache sei es, wenn dann versucht werde, die Ideen anderer sich auf die eigene Fahnen zu heften. Der Altenhilfeplan des Landkreis Gießen unterbreite zudem viele gute und konstruktive Vorschläge für die Kommunen, die einfach nur umzusetzen seien. Wenn die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung gute eigene Vorschläge  in Form von Anträgen einbringe, dann werde  die Koalition diesen ganz sicher zustimmen.

“Wie “wichtig” Bürgermeister Röhrig soziales ehrenamtliches Engagement ist, erlebe ich immer wieder, wenn auf meine Einladung zum Benefizkonzert im Autohaus Bödeker zugunsten unheilbar erkrankter Menschen reflexartig seine Absage kommt”, völlig unverständlich, findet Barbara Fandré. Sie persönlich lege keinen Wert mehr auf die Anwesenheit des Bürgermeisters, besonders auch deshalb, da Röhrig ihr ohnehin gesagt habe, dass er ihren Einladungen nicht folgen würde.

„Solche Äußerungen aus dem Munde eines Bürgermeisters empfinde ich als verbale Entgleisungen und äußerst respektlos. Diese Haltung von Hort Röhrig, die sicherlich beispielhaft im negativen Sinn ist, zeigt eine grobe Missachtung des Ehrenamts und schadet diesem!”

Sei ein Gemeindeoberhaupt selber, aus welchen Gründen auch immer, nicht  in der Lage, soziale Elemente in seine Arbeit einfließen zu lassen, dann sollte er wenigstens das Potenzial der Ehrenamtlichen zum Vorteil der Kommune nutzen und Menschen, die sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl einsetzen, entsprechend respektieren. Dies sei ohnehin das mindeste. “Tut er das nicht, dann darf  sich niemand wundern, wenn ihm fehlende soziale und emotionale Kompetenz vorgeworfen wird”, so Fandré abschließend.

Die Langgönser SPD ist aus ihrem über Jahre hinweg konsequent andauernden Dornröschenschlaf erwacht, das ist zu begrüßen. Deshalb haben wir auch dem Antrag „Älter werden in Langgöns“ zugestimmt“, meldet sich die Koalitionsspitze der Regierungsparteien aus CDU/FDP und Bündnis 90/Die Grünen nach der jüngsten Gemeindevertretersitzung zu Wort. „Offensichtlich haben die Langgönser Genossinnen und Genossen die vergangene Legislaturperiode völlig verschlafen“, nur so sei dieser Antrag zu interpretieren, sind sich Jürgen Knorz, Barbara Fandré, beide Fraktionsgemeinschaft CDU/FDP und Hans Noormann, Chef der Langgönser Grünen einig. Die Gemeinde Langgöns sei in Bezug auf den Altenhilfeplan des Landkreis Gießen aus 2010 aufgrund der hervorragenden Arbeit der Koalition vorbildlich und im Hinblick auf die demographische Entwicklung sehr gut aufgestellt.

Der Altenhilfeplan umfasse viele Themen. Es gäbe bereits konkrete Vorschläge und Empfehlungen für die Kommunen. So erfülle die in der vergangene Woche unter großer öffentlichen Aufmerksamkeit eröffnete Seniorenwerkstatt am Standort des ehemaligen Faselstalls im Ortskern von Lang-Göns gleich zwei Forderungen des Altenhilfeplan. Nämlich die Förderung von altersübergreifenden Aktionen und Initiativen sowie das Miteinander der Generationen. Mit dem Antrag „Barrierefreie Gestaltung von Bürgersteigen und Straßenquerungen in Langgöns“ hätten FDP, CDU und Bündnis 90/Die Grünen die entsprechende Empfehlung des Altenhilfeplan bereits bereits ein Jahr früher auf den Weg gebracht. „In dem Koalitionsantrag vom 07. Mai 2009 heißt es unter anderem: Eine entscheidende Voraussetzung für die Teilhabe aller Menschen am öffentlichen Leben ist die vollständige Barrierefreiheit. Nur an der Umsetzung hapere es in Langgöns. Da zwei Jahre nichts geschehen sei, habe die Koalition reagiert und mit einem weiteren Antrag vom 20. Mai 2011 die barrierefreie Gestaltung des Bürgersteiges/Querungshilfe am Lidl- und zum Rewe Markt“ sofortigen Handlungsbedarf aufgefordert. „Viele der Genossinnen und Genossen, einschließlich des Bürgermeister Horst Röhrig, sahen diesen Handlungsbedarf nicht“, zeigt sich Barbara Fandré verständnislos, denn diese Märkte lägen in unmittelbarer Nähe des Altenwohnheims. „Nur nach schier endloser Diskussion und Überzeugungsarbeit entschlossen sich die Sozialdemokraten, dem Koalitionsantrag zu folgen!“ Weiter führt Barbara Fandré aus: „Der Ortsverband der FDP hat mit Antrag vom 12. Juni 2008 eine stundenweise ambulante Demenzbetreuung zur Entlastung pflegender Angehöriger in den Räumlichkeiten der AWO mit freundlicher Unterstützung der Heimleitung umgesetzt“. Zur Zeit fände eine Betreuung einmal wöchentlich für drei Stunden statt. Um das Angebot zu an die Bedürfnisse anzupassen und zu optimieren schlägt Fandré vor, die ambulante Betreuung auf sieben Stunden, also einen ganzen Tag, oder sogar darüber hinaus auszuweiten. Pflegende Angehörige seien extrem belastet und sollten daher eine entsprechende Entlastungsmöglichkeit erhalten. Sie regte an, der Bürgermeister möge Gespräche hierzu führen, inwieweit die Möglichkeit der Ausweitung des bestehenden Angebotes hierzu in der AWO bestünde. So würde eine weitere Empfehlung des Altenhilfeplans nach Förderung von ambulanten Versorgungsstrukturen im Vorfeld der oder in Ergänzung der Pflege erfüllt werden.

Auch bei einem weiteren Antrag zur Ehrenamtsförderung sei die Koaliton federführend und erfülle eine weitere Anregung des Altenhilfeplans. Die vom Ortsverband der FDP auf den Weg gebrachte Notfallmappe, die in der Gemeindeverwaltung sowie in Apotheken erhältlich sei, sei ebenfalls eine nützlich wie hilfreiche Ergänzung.

Das Feld Älter werden in Langgöns wird seit Jahren von der Koalition bearbeitet! Alles in Allem können wir stolz auf die bisher geleistete Arbeit sein. Daran werden wir in den nächsten Jahren anknüpfen, beispielsweise indem wir uns vor dem Hintergrund der Demographientwicklung verstärkt um betreutes Wohnen in Langgöns einsezten werden “, so Jürgen Knorz abschließend.

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Langgöns beschließt, das Angebot an kulturellen Veranstaltungen von Vereinen und Bürgern aktiv zu fördern. Entsprechende Mittel für die Unterstützung der kulturellen Aktivitäten sind im Gemeindehaushalt einzustellen. Über die Höhe, die förderfähigen Veranstaltungen und sonstige Modalitäten soll im Sozial-, Sport und Kulturausschuss beraten werden.

 Begründung:

Um Langgöns auch im kulturellen Bereich noch attraktiver und ansprechender zu gestalten ist es wichtig, dass die Gemeinde Projekte, die sich im Hinblick auf Bildung, Kunst und Kultur abheben, zu unterstützen und auch finanziell zu begleiten. Das ehrenamtliche Engagement auf diesem Sektor kann nur eine von mehreren Säulen sein. Anspruchsvolle kulturelle Veranstaltungen tragen maßgeblich zur Attraktivität einer Kommune bei und können als weicher Standortfaktor ein wesentlicher Aspekt für Zuzug sein.

Kulturförderung ist in den meisten deutschen Städten, Gemeinden und Gemeindeverbänden mittlerweile ein kommunales Selbstverständnis und das sollte es auch in Langgöns sein.

CDU/FDP Fraktion
im Gemeindeparlament Langgöns

Gemeinsamer Antrag von CDU/FDP und Bündnis 90/Die Grünen

Ehrenamtsförderung

Sehr geehrter Herr Hanika,

bitte nehmen Sie nachfolgenden Antrag auf die erste Sitzung der Gemeindevertretung nach der Sommerpause 2011:

Die Gemeindevertretung beschließt, das bürgerschaftliche Engagement in Langgöns gezielt
zu fördern, um Menschen zu würdigen, die nicht nur den Staat in der Verantwortung sehen,
sondern Eigeninitiative und somit Eigenverantwortung zeigen. Ehrungen und Präsentationen
beispielsweise von besonderen ehrenamtlichen Projekten und Aktionen sollen im Rahmen des
Neujahrsempfangs der Gemeinde Langgöns vorgenommen werden. Den Ehrenamtlichen soll
die Möglichkeit gegeben werden, sich und ihre Arbeit einer breiten Öffentlichkeit
vorzustellen. Der Gemeindevorstand bittet die Vereinsvorstände darum Personen zu
benennen, die zukünftig zum alljährlichen Neujahrsempfang eingeladen werden und die für
besonderen Einsatz oder besondere Projekte geehrt werden. Die zeitliche Begrenzung des
Neujahrsempfangs wird angemessen ausgeweitet.
Die Gemeindevertretung beschließt des weiteren, dass heimischen Künstlern eine Plattform
gegeben wird, beispielsweise Bilderausstellungen zu präsentieren. Hierzu sind Seitens der
Gemeinde ausreichend Stellwände zur Verfügung zu stellen.

Begründung:

Das Ehrenamt ist eine wichtige und tragende Säule unserer Gesellschaft. Damit diese auch in
Zukunft funktionieren kann, müssen die Potenziale des bürgerschaftlichen Engagements
nachhaltig gestärkt und aktiviert werden. Nur durch einen gesteigerten Allgemeinsinn sowie
die Förderung und Anerkennung von Werten wie Solidarität, Verantwortung und Engagement
kann ein Auseinanderdriften der Gesellschaft – besonders auch im Hinblick auf die
demographische Entwicklung – verhindert werden.

CDU/FDP Fraktion
im Gemeindeparlament Langgöns

Gemeinsamer Antrag von CDU/FDP und Bündnis 90/Die Grünen

Barrierefreie Gestaltung des Bürgersteiges/Querungshilfe am Lidl- und zum Rewe-Markt

Sehr geehrter Herr Hanika,

bitte nehmen Sie nachfolgenden Antrag auf die nächste Sitzung der Gemeindevertretung am
16. Juni 2011:
Der Gemeindevorstand wird beauftragt, als dringliche Sofortmaßname den Bürgersteig in
Höhe der Querungshilfe am Lidl- und am Rewe Markt sofort umzusetzen.
Begründung:
Mit großer Mehrheit wurde in der Gemeindevertretersitzung bereits am 07. Mai 2009 ein
Koalitionsantrag zur Umsetzung einer vollständigen Barrierefreiheit bei neuen sowie bei
Bedarf auch bei bestehenden Bürgersteigen und Straßenquerungen in Langgöns beschlossen,
um die Nutzungsmöglichkeit für Rollstuhlfahrer, Benutzer von Rollatoren, Eltern mit
Kinderwagen und Menschen mit anderen Mobilitäts- und Sinneseinschränkungen zu
verwirklichen.
Das Gebiet rund um das Einkaufsgelände am Lidl-Markt wird sehr stark von Bewohnern des
AWO-Alten- und Pflegeheim frequentiert, die nicht selten mit Gehhilfen unterwegs sind oder
die von ihren Angehörigen im Rollstuhl gefahren werden müssen. Es genügt nicht, dass
Querungshilfen in der Mitte der Straße absatzfrei sind, um die Straße ohne Mühe zu
überqueren. Auch die Bürgersteige müssen vollständig barrierefrei sein. An dieser Stelle
besteht sofortiger Handlungsbedarf.

Bericht folgt

Barbara Fandré

Jürgen Knorz

In Langgöns hat sich eine Fraktionsgemeinschaft aus CDU und FDP gebildet. Das teilten der Fraktionsvorsitzende der CDU, Jürgen Knorz, und Barbara Fandré, die Ortsvorsitzende der FDP, in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

“Damit sind die Weichen für eine weitere konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit – auch mit dem Koalitionsspartner Bündnis 90/Die Grünen – in der kommenden Legislaturperiode gestellt”, kommentierten Knorz und Fandré das Ergebnis einer gemeinsamen Fraktionssitzung. In dieser sprachen sich die Mitglieder beider Parteien für eine solche Zusammenarbeit aus und wählten einstimmig Jürgen Knorz (CDU) als Fraktionsvorsitzenden dieses Bündnisses. Zwei Stellvertreter würden in Kürze noch gewählt.

„Zu diesem Schritt haben wir uns entschlossen, um die FDP als ‘Eine-Person-Fraktion’ zu entlasten und um sich darüber hinaus auch gegenseitig zu unterstützen und in den verschiedenen Fachausschüssen vertreten zu können”, erläutert Jürgen Knorz diesen Schritt und betonte die große inhaltliche Übereinstimmung mit dem neuen Fraktionspartner. Man wolle anknüpfen an eine von gegenseitigem Respekt geprägte und erfolgreiche Zusammenarbeit. Ebenfalls einstimmig wurde Martin Hanika (CDU) wieder für die Position des Vorsitzenden der Gemeindevertretung nominiert. Die neue Fraktionsgemeinschaft aus CDU/FDP habe jetzt 13 Sitze,, über 37 Prozent Stimmenanteil und mit Martin Hanika eine Person, die über eine große, über 30-jährige parlamentarische Erfahrung verfüge. Er habe in den zurückliegenden Jahren die Sitzungen der Gemeindevertretung sehr kompetent und überaus fair geleitet.  „Wir gehen davon aus, dass der alte und neue Parlamentsvorsitzende Martin Hanika (CDU) heißen wird“, zeigten sich Fandré und Knorz optimistisch und bitten die übrigen Fraktionen um breite Unterstützung.

 

 

 

Wieder Vertrauen  in die kommunale und interkommunale Politik in Bezug auf Natur- und Landschaftsgebiete herstellen

Nachdem sich das Langgönser Gemeindeparlament in seiner letzten Sitzung vor der Kommunalwahl am 27. März einstimmig gegen Windkraftanlagen bei Oberkleen, Cleeberg und Espa ausgesprochen hat, beschäftigt und emotionalisiert das Thema Windkraftanlagen die Bürger in den betroffenen Ortsteilen immer noch. Das Berichtet die Fraktionsvorsitzende der FDP, Barbara Fandré, in einer Pressemitteilung gegenüber dieser Zeitung.

Grund: Die Nachbarkommune Waldsolms hat sich 2009 dafür ausgesprochen, Vorranggebiete für Natur- Landschafts- und Landwirtschaftsgebiete umzuwandeln in Vorbehaltsgebiete für Windenergie. „Das ist im Aktuellen Regionalplan so festgelegt. Diese Entscheidung der Waldsolmser Kommunalpolitiker bedeutet im Klartext: Natur,- Wald- und Landwirtschaftsgebiete gegen Windkraftanlagen. So als habe man aus extremen Eingriffen in die Natur, beispielsweise der Rodung der Regenwälder, mit allen daraus resultierenden, verheerenden Folgen für das weltweite Klima, nichts gelernt.

„Sollte dieses Vorhaben umgesetzt werden, dann hätte dies nicht nur gravierende Folgen für die heimische Flora und Fauna, sondern auch für die Bürgerinnen und Bürger in den an Waldsolms angrenzenden Langgönser Ortsteilen Cleeberg und Espa“, darauf weist die Liberale Kommunalpolitikerin hin. Denn die bis zu 200 mtr. Hohen Windräder seien auch dort weithin sichtbar. Barbara Fandré betont: „Die Bürger aus Oberkleen, Cleeberg und Espa hätten dann vergeblich um ihr Natur- und Ortsbild gekämpft“. Sie informiert weiter: “Pro Windrad werden bis zu 5.000 qm² Wald gerodet. Für das benötigte Fundament werden gewaltige Erdmengen – 30 x 30 x 30 mtr. – ausgehoben und durch 27.000 Kubikmeter Beton ersetzt!“

Was solch ein massiver Eingriff in die Naturlandschaft, auch für die im Wald lebenden Tiere bedeute, könne sich jeder vorstellen!

Wald als natürlichen C02 Entsorger großflächig zu roden, um statt dessen Windräder zu errichten, sei schlicht kontraproduktiv und aus Gründen des Emissionshandel auch generell als kritisch zu sehen. Die schreckliche Natur- und Atomkatastrophe in Japan dürfe nicht dazu führen, durch Windkraftanlagen waldreiche Naturlandschaften dauerhaft zu zerstören.

Wer auf der einen Seite vorgebe, eine bessere Welt ohne Atomenergie zu wollen, der müsse auf der anderen Seite bestehende Wald- und Naturlandschaften für nachfolgende Generationen unbedingt erhalten.

„Um Vertrauen in die kommunale und interkommunale Politik in Bezug auf Natur- und Landschaftsgebiete wieder herzustellen, empfehle ich den Kollegen aller Fraktionen in Waldsolms, sich gegen Windkraftanlagen in und am Standort Wald auszusprechen. Und Zwar noch vor der Kommunalwahl am 27. März 2011!“

Abschließend kritisiert Fandré, die Oppositionsparteien missbrauchten die furchtbare Situation in Japan für Wahlkampfzwecke. „Es macht keinen Sinn, in unserem Land die Atommeiler abzuschalten, während die radioaktive Gefahr direkt an unseren Grenzen lauert. Wir haben ein globales Problem“. Immer wieder meldeten Tschechien, Frankreich oder etwa Groß-Britannien Störfälle in Kernkraftwerken. Einige der Risikomeiler bedrohten Deutschland unmittelbar – und das erst nicht seit gestern. Die rot/grüne Regierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte acht Jahre Zeit, Veränderungen vorzunehmen. Das sei nicht geschehen.

Dennoch, das Ziel müsse auf europäischer Ebene klar sein: Weg von der Atomenergie, hin zu vernünftigen regenerativen und erneuerbaren Energien.

„Die Bürgerinnen und Bürger aus den Ortsteilen Oberkleen, Cleeberg und Espa wollen keinen Windkraftanlagen-Standort in ihrem Wald“, das sollte man an offizieller Stelle ohne „Wenn und Aber“ akzeptieren, sagt die Fraktionsvorsitzende der FDP, Barbara Fandré, zum Projekt „Erneuerbare Energien für Langgöns?“ Eine Informationsveranstaltung hierzu hatte vergangenen Dienstag teilweise heftige Reaktionen aus den Reihen der Bürgerschaft ausgelöst.

„Mittlerweile sind Windkraftanlagen ein heikles Thema“, so Fandré, denn das Klima habe nichts davon. Das neue Windräder kaum ein einziges Gramm C02 einspare, liege an der Klimapolitik der Europäischen Union: Denn der EU-weite Emissionshandel lege die Gesamtmenge an C02 fest, die Stromkonzerne und Industrie ausstoßen dürfen. Und diese Menge sei unveränderlich – egal wie viele Windräder errichtet würden.

Hinzu komme, dass die deutschen Ökoenergiefirmen eine gigantische Erfolgsgeschichte geschrieben hätten. Rund 15 Prozent des Stroms stammten mittlerweile aus Solar-, Wind- oder Biomasseanlagen. Fast 250.000 Menschen arbeiten in der Branche, der jährliche Umsatz liege im zweistelligen Milliardenbereich. Deutschland gelte weltweit als Vorreiter in Sachen Ökoenergie. Unter keinen Umständen solle die Branche ihr Image als Klimaschützer verlieren. Und auf gar keinen Fall solle das Erneuerbare-Energien-Gesetz in die Kritik geraten, das den Betreibern von Ökoanlagen feste Vergütungssätze für ihren Strom garantiere.

„Das alles“, so Fandré, könne jeder in Spiegel online und anderswo nachlesen. Man müsse sich nur die Zeit dazu nehmen. Wald und ein sparsamer Umgang mit Energie sei der beste Klimaschutz. „Hier beißt sich doch die Katze in den Schwanz! Zig Hektar natürliche CO2 Entsorgungskapazität sollen in unserer Kommune einer Windkraftanlage geopfert werden! Ich kann den Bürgerinnen und Bürgern aus den Ortsteilen versichern, die Langgönser FDP wird dieses Unterfangen in den gemeintlichen Gremien eine klare Absage erteilen“.

Neu für NOKIA Smartphones
FDP-Seiten durchsuchen
Loading