Anlässlich der ersten Mitgliederversammlung im neuen Jahr, die gänzlich  einem Jahresrückblick gewidmet war,  konnte die FDP-Ortsvorsitzende Barbara Fandré nicht nur  Mitglieder des Langgönser Ortsverbandes begrüßen, sondern sie hieß auch den  Kreisvorsitzenden Andreas Becker in  der  Langgönser Gaststätte „Speckmaus“ willkommen.

„2009 war für den Ortsverband der FDP ein erfolgreiches und positiv verlaufendes Jahr“, eröffnete die Liberale den Jahresrückblick und hob im Besonderen das Benefizkonzert „Business meets classic“ im Autohaus Bödeker hervor, welches über 3000 Euro für den Gießener Förderverein „Palliativ Pro“ eingebracht hatte. Der Förderverein arbeitet auf ehrenamtlicher Basis und hat sich die Unterstützung der palliativmedizinischen Versorgung in Mittelhessen auf die Fahne geschrieben. Sie freute sich, bereits jetzt den Termin für das  vierte Konzert der Reihe „Business meets classic“ am 30. Oktober 2010 im Autohaus Bödeker unter der Schirmherrschaft des Hessischen Innenministers Volker Bouffier  mitteilen zu können. Darüber hinaus findet ein weiteres Konzert am 27. November 2010 im Forum der Volksbank Gießen statt. Schirmherr hier ist Wolfgang Greilich (MdL).

Im Zusammenhang mit dem Thema „Ehrenamt“ missbilligte Fandré  die Äußerungen des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der SPD, Rupert Bunk, während der  jüngsten Gemeindevertretersitzung. Bunk hatte sich in dieser Sitzung hinter den von ihr mehrfach kritisierten Langgönser Bürgermeister, Horst Röhrig (SPD), gestellt und verkündet, ein Gemeindeoberhaupt sei nicht dazu da, ehrenamtlich arbeitende Menschen zu unterstützen.

Solche Thesen, ausgerechnet aus dem Munde eines Sozialdemokraten,   seien an Absurdität kaum noch zu überbieten, kritisierte die Liberale scharf. „Gerade im Sozial- und Gesundheitswesen wird ehrenamtliche Arbeit   immer wichtiger!“, betonte sie. Darüber hinaus habe der Kampf  der Kommunen vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung  um Zuzug untereinander  schon lange begonnen, denn neben Gewerbesteuer sei die Einkommensteuer die bedeutsamste Steuereinnahmequelle einer Gemeinde. Es gäbe in Zukunft eine Menge Arbeit, die die Politik alleine nur sehr schwer leisten könne.

„Deshalb sind wir, um Langgöns für Zuzugswillige attraktiv zu gestalten,  auf engagierte Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Die Politik leistet daher  einen wertvollen Beitrag für das Ehrenamt, wenn sie den Einsatz ehrenamtlicher Arbeit sichtbar anerkennt und unterstützt“, unterstrich Fandré noch einmal ihre Kritik, denn das Ehrenamt – auch das politische – sei eine tragende Säule der Gesellschaft.

Sämtliche Projekte die auf Antrag oder Betreiben des FDP-Ortsverbandes angeschoben und teilweise bereits umgesetzt wurden, seien im Hinblick auf das Entscheidungskriterium „Zuzug“ zukunfts- und richtungsweisend für die Kommune, denn Langgöns solle auch in Zukunft  Zuzugsgemeinde bleiben.

Eine Seniorenwerkstatt nach dem Hüttenberger Modell, die auf Anregung der FDP und von der Koalition aus CDU, FDP und Bündnis 90/ Die Grünen in einem gemeinsamen Antrag auf den Weg gebracht wurde, befinde sich derzeit in der Umsetzung. In einem weiteren Schritt solle eine Kinder- und Jungendwerkstatt angegliedert werden, um so ein generationsübergreifendes Zusammenarbeiten zu ermöglichen. „Soziale Kontakte zwischen Jung und Alt sind ganz besonders wichtig, denn sie fördern nicht nur den respektvollen Umgang miteinander, sondern  sie können auch hilfreich  im gegenseitigen    Verständnis für die  Probleme und die Sorgen  der jeweiligen Generationen sein.“

Auch  für den Vorschlag, Langgöns  zukünftig barrierefrei zu gestalten, gab es in der Koalition breite Zustimmung. Der Seniorenbeirat unter Vorsitz von Marianne Wander (SPD) und die Ortsbeiräte der gesamten Großgemeinde  hätten im Vorfeld  bereits gute Arbeit geleistet, um diese   Herausforderung zu meistern. In einem ersten Schritt sollten  wichtige zentrale Punkte wie beispielsweise Einkaufszentren, Kirchen, Ärzte, Apotheken oder Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel zuerst angegangen werden. Daran werde  derzeit gearbeitet, ebenso wie an einer Notfallmappe, die demnächst  in der Gemeindeverwaltung zum Selbstkostenpreis erhältlich sein wird. Eine stundenweise ambulante Demenzbetreuung zur Entlastung pflegender Angehöriger in den Räumlichkeiten des Langgönser Altenwohnheims der AWO wurde bereits im Frühjahr umgesetzt. „Dass dieses Angebot in Langgöns längst überfällig war wurde dadurch bestätigt, dass  diese Offerte von Anfang an sehr gut angenommen wurde“, freute sich Barbara Fandré über den Erfolg ihres Antrages.

Abschließend rügte sie den seit Jahren „unsäglichen“ parlamentarischen Umgang: „Verbale Angriffe die beispielsweise auf das  bundespolitische Geschehen abzielen, bringen uns hier vor Ort nicht weiter, sondern dienen lediglich  dazu, die Atmosphäre anzuheizen! Solche Attacken tragen nicht dazu bei, sachliche und unverblendete Aussprachen und Diskussionen herbeizuführen“, so die Liberale.

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

FDP-Seiten durchsuchen
Loading